24.10.2005
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Firmen-IT

Sicherheitsrisiko Mitarbeiter

Wenn Mitarbeiter allzu lax mit Inter- und Intranet umgehen, kann das gravierende Folgen für das Unternehmen haben: Systemabstürze durch Viren, geplünderte Dateien oder Urheberrechtsprozesse nach Weitergabe sensibler Daten. Im Extremfall beeinflusst fehlendes Sicherheitsbewusstsein sogar den Börsenwert.

Hamburg/München - Das Bewusstsein für IT-Sicherheitsrisiken ist nach Einschätzung des Experten Philipp Herrmann in vielen deutschen Unternehmen noch unterentwickelt.

Leichtsinnige Mitarbeiter sind ein Sicherheitsrisiko: Systemabstürze können Unternehmen vollständig zum Erliegen bringen
[M] DPA

Leichtsinnige Mitarbeiter sind ein Sicherheitsrisiko: Systemabstürze können Unternehmen vollständig zum Erliegen bringen

Mitarbeiter könnten beispielsweise durch illegale Downloads aus dem Internet oder die Verbreitung geschützter Daten bewusst oder unbewusst große Schäden anrichten, sagte der IT-Sicherheitsrechtler von der Hamburger Kanzlei Heissner & Struck.

"Unternehmen müssen hier Vorsorge betreiben", sagt Herrmann. Neben technischen Lösungen seien auch Betriebsvereinbarungen für den sorgsamen Umgang mit Internet und E-Mailverkehr notwendig. IT-Sicherheit gehört zu den Schwerpunkten der diesjährigen Computermesse Systems, die an diesem Montag für die Besucher geöffnet wird.

Lieber schweigen als einen Imageschaden riskieren

Für die Unternehmen könne es teuer werden, wenn sie beispielsweise für Urheberrechtsverstöße ihrer Mitarbeiter in Haftung genommen werden.

Firmen, die als Geheimnisträger eingestuft sind, könnten wegen eines Datenverlustes sogar Straf- und Bußgelder auferlegt bekommen. Das könne beispielsweise Arztpraxen oder Anwaltskanzleien, aber auch Stadtwerke oder Versicherungsunternehmen treffen, sagte Herrmann.

Die dadurch entstehenden Schäden würden in der Öffentlichkeit kaum bekannt: "Wir haben es immer nur mit der Spitze des Eisbergs zu tun, niemand will ja gerne einräumen, dass bei ihm Sicherheitslücken aufgedeckt wurden, das bedeutet einen Imageschaden", so Herrmann.

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