Von Cornelia Stolze
Ebay kam durch die Hintertür
Tatsächlich könnte Newmark längst ein Dotcom-Millionär sein und sich ein relaxtes Leben ("Urlaub - was ist das?") gönnen. Etliche Male hat der Computerfreak schon Angebote von Investoren ausgeschlagen, die sein Unternehmen kaufen wollten.
Dann allerdings kam es vor einem Jahr zu einer kleinen Panne - zumindest aus Sicht der Kommerz-kritischen Online-Community: Ein ehemaliger Mitarbeiter des kleinen Dotcom-Unternehmens hat 25 Prozent der Firmenanteile an das Internetauktionshaus Ebay
Bei einer Nebenrolle im US-Anzeigenmarkt soll es, wenn es nach den Strategen von Ebay geht, allerdings nicht bleiben. Nach dem Vorbild von Craigslist und unter dem zungenbrecherischen Namen kijiji.de hat das Unternehmen vor kurzem eine neue Website lanciert, mit der sie nun die Eroberung des europäischen Kleinanzeigen-Markts antreten will.
Kijiji bedeutet auf Suaheli "Dorf" und "versinnbildlicht den Wunsch, wieder mehr Gemeinschaftsgefühl - wie früher in dörflichen Gemeinschaften - in unsere weltumspannende Internetgemeinschaft zu bringen", heißt es in einer Selbstdarstellung.
Dass es dank Kijiji zumindest für die durch die anhaltende Medienkrise arg gebeutelten Zeitungsverlage hierzulande mit der Rest-Idylle bald vorbei sein könnte, steht da freilich nicht.
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