18.08.2005
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Digitalfotografie

Der Wirklichkeit am nächsten

2. Teil: Die Pflege danach

Negativ wirken sich Zigarettenrauch oder Ozon auf Fotos aus. Auch die Küche ist kein geeigneter Platz für Bilder: "Besonders anfällig reagieren die Fotos dort auf die hohen Temperaturen und den Dampf", sagt Richter.

Kompaktklasse: Thermosublimationsdrucker ermöglichen das Drucken von Bildern ohne PC
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Kompaktklasse: Thermosublimationsdrucker ermöglichen das Drucken von Bildern ohne PC

Dennoch halten die selbst gedruckten Bilder einiges aus: Kodak geht bei seiner neuen Papiergeneration von einer Haltbarkeit von mehr als 100 Jahren aus - wenn sie mit moderner Tinte bedruckt wird. "Dies gilt auch bei typischen Aufbewahrungssituationen im häuslichen Bereich ohne Schutz vor Umwelteinflüssen sowie Luftfeuchtigkeit", sagt Kodak-Sprecher Gerd Böhm in Stuttgart.

Wichtig für die Haltbarkeit ist zudem, wie ein Foto nach dem Ausdruck behandelt wird: "Ein fertiger Print sollte auf natürliche Weise trocknen." Direkte Sonneneinstrahlung oder Trockenfönen sind nicht ratsam.

"Der vollständige Trocknungsprozess dauert ungefähr 24 Stunden." Wichtig ist nach der Erfahrung von Warentesterin Vintz zudem, dass Drucker, Tinte und Papier zusammenpassen. "Dann erst werden die Ausdrucke optimal." Zudem müsse der Drucker gut gepflegt werden, denn wenn nur eine Düse eines Tanks verstopft oder dreckig ist, verschmiert das ganze Bild.

Wie im wahren Leben

Neben den Tintenstrahldruckern, bei denen die Farben auf das - meist hochglänzende - Papier gespritzt werden, gibt es noch eine andere Möglichkeit für die Fotoproduktion am heimischen Schreibtisch: Thermosublimationsprozess heißt das Verfahren, bei dem die Farben einzeln mit Hilfe heißer Nadeln von einer Folie auf das Papier übertragen und in einem zweiten Arbeitsgang laminiert werden. "Das dauert rund 60 Sekunden pro Bild und hat ungefähr die gleiche Qualität wie ein Laborbild", sagt Kodak-Sprecher Böhm. Mit diesem Verfahren sind keine Ausdrucke auf normalem Papier möglich.

Farblich kommen die Heimausdrucke den Originalen mitunter näher als Abzüge, die ins Labor gegeben werden - egal, mit welchem Verfahren sie schließlich durch den Drucker geschickt werden.

"Im Labor durchlaufen die Bilder oft eine automatische Optimierung", sagt Vintz. Das bedeutet nicht selten, dass die Farben poppiger und intensiver aussehen, als sie es tatsächlich waren. "Vielen gefällt es, wenn der Sonnenuntergang auf einmal gelingt." Andere hätten ihre Fotos allerdings gern so, wie sie auf dem Bildschirm aussehen.

Verena Wolff, DPA

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