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manager magazin



31.03.2005
 

Onlinehandel

"1000 Prozent in sechs Monaten"

Von Karsten Langer

6. Teil: "Das Nutzerverhalten analysieren"

mm.de: Wenn man so wenig Geld wie möglich ausgeben und trotzdem einen hohen Effekt erzielen will - was bietet sich da an?

Bondzio: Ich empfehle, die eigenen Besucher durch den Einsatz einer Logging-Software kennen zu lernen. Die ermöglicht mir zu analysieren, was genau auf meiner Website passiert. Als Betreiber muss ich mir die Möglichkeit schaffen zu sehen, was der einzelne Besucher auf der Seite macht, was ihn interessiert, wie lange er bleibt, wie er sich auf den Unterseiten bewegt.

  Fast allen Nutzern bekannt:  Suchmaske von Google
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DDP

Fast allen Nutzern bekannt: Suchmaske von Google

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an diese Daten zu kommen. Ein viel genutzter Anbieter ist beispielsweise Etracker. Dort können Sie ein Auswertungssystem monatlich mieten. Oder Sie nutzen eine Software, die Sie sich auf Ihrem Server installieren. Die gibt es auch kostenlos. Zu jeder Zeit können Sie damit sehen, wer wie lang auf der Website ist oder war, woher er kam und wohin er sich auf der Seite bewegt. Auch das Suchwort, mit dem der Nutzer von einer Suchmaschine kam, wird angezeigt.

mm.de: Was nutzt dieser Datenpool?

Bondzio: Man sieht, wo die Schwachstellen auf der eigenen Seite sind. Wenn eine Seite auf einen bestimmten Schlüsselbegriff hin optimiert wurde, viele Nutzer die Seite besuchen, aber nur wenige Sekunden bleiben und dann die Website verlassen, dann stimmt etwas nicht. Dann sollte man es mit optimiertem Content, vielleicht aber auch mit einem anderen Schlüsselbegriff versuchen.

mm.de: Ist die Trial-and-Error-Methode die einzige, die funktioniert?

Bondzio: Vieles kann man nur durch Ausprobieren erreichen. Denn oft kommen Nutzer mit Suchwörtern auf die Seite, die man selbst gar nicht auf der Rechnung hat.

mm.de: Können Sie einen außergewöhnlichen Suchbegriff nennen?

Bondzio: In der Direktwerbung reden heute alle nur von "Mailings". Jeder würde sagen, dass das ein lukratives Suchwort ist. "Werbeanschreiben" klingt dagegen irgendwie nach gestern. Trotzdem bringt auch ein Suchwort wie "Werbeanschreiben" attraktive Nutzer auf die Website - gestandene Unternehmer, deren Marketingvokabular aus den 60ern stammt.

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