Hamburg - "Die Entscheidung, ob der Käufer eine Sicherungskopie einer Musik-CD oder DVD machen darf, wird künftig allein der Industrie überlassen", wettert Patrick von Braunmühl, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und verantwortlich für Wirtschaftsfragen, im SPIEGEL. Die Regierung habe angekündigt, mit dem vor kurzem vorgelegten zweiten Teil des neuen Urheberrechts die Belange der Nutzer zu berücksichtigen.
Verbraucherschützer kritisieren: "Die Entscheidung, ob der Käufer eine Sicherungskopie einer Musik-CD oder DVD machen darf, wird künftig allein der Industrie überlassen"
Der Gesetzesvorschlag bekräftigt vielmehr, dass nur kopiert werden darf, wenn die CD oder DVD keinen Kopierschutz hat. Zudem sei das Herunterladen von Musik, Filmen und anderen Dateien aus dem Internet nur dann erlaubt, wenn die Ware dort legal angeboten werde. "Wie der Nutzer beurteilen soll, welche Angebote offensichtlich rechtswidrig sind, bleibt schleierhaft", so der Verbraucherschützer.
Justizministerin Zypries (SPD) hatte bei der Vorstellung ihres Entwurfs betont, es gebe kein Recht auf private Kopien.
© manager magazin Online 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH