Immer mehr Unternehmen bloggen mit
Blogger mischen Chats, Poesie, Journalismus und Politik. Juristen kommentieren in den "Tagebüchern" Urteile und Gesetze, IT-Spezialisten diskutieren ihre Fachproblematiken und Journalisten kommentieren das Zeitgeschenen. Andere berichten von ihrem Tagesablauf. Inzwischen nutzen in den USA sogar einige Unternehmen Weblogs wie beispielsweise Sun Microsystems. Mitarbeiter können sich unter http://blogs.sun.com verewigen, selbst COO Jonathan Schwartz nutzte das Netz und löste unter anderem Spekulationen über eine Übernahme durch IBM aus. Die Online-Tagebücher dienen als unersättliche Informationsquelle.
"Weblogs werden den traditionellen Journalismus nicht ersetzen", sagt John Palfrey, Rechtsprofessor an der Havard University, der eine Blogging-Studie betreut, laut "Mediummagazin". Seiner Meinung nach seien sie aber Teil einer Wetterveränderung, die jeder Journalist und jeder Verlag zu spüren bekomme.
Durchbruch im kommenden Jahr
Im deutschsprachigen Raum wird die Zahl der Weblogs derzeit auf 60.0000 bis 75.000 geschätzt, Tendenz steigend. Bekanntere Weblogs sind hier zu Lande beispielsweise www.bildblog.de, das sich voll und ganz der Berichterstattung der Bild widmet, oder www.lyssas-lounge.de, eine "Seifenoper" aus Hamburg. Zum Vergleich: In den USA beziffert Technorati, ein Unternehmen, das Suchmaschinen für Blogs herstellt, die Zahl auf 3,88 Millionen.
"Wir sind davon überzeugt, dass sich Blogging in Deutschland im kommenden Jahr durchsetzen wird", sagt Google-Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel im Gespräch mit manager-magazin.de. Deshalb wolle das Unternehmen sich schon jetzt in Position bringen. In den USA hat Blogger.com über eine Millionen Nutzer.
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