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19.10.2004
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Siemens

Flop im Reich der Mitte

Hohe Erwartungen hatte Siemens in das Geschäft mit dem chinesischen Handyhersteller Ningbo Bird gesetzt. Aber die ersten Verkaufsmonate in China verliefen eher enttäuschend für den Münchener Konzern.

München - Nach Angaben des chinesischen Siemens-Partners Ningbo Bird liegen die Handyabsatzzahlen in den ersten Monaten des Joint Ventures deutlich unter den Zielvorgaben. Ningbo-Bird-Manager Zhang Jilin sagte der "Süddeutschen Zeitung" (SZ), die Unternehmen hätten für die Monate August bis Oktober ein Absatzziel von 150.000 Handys vereinbart. Realistisch seien aber nur 120.000 verkaufte Mobiltelefone.

  Handyabsatz  in China enttäuscht den Münchener Konzern
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AP

Handyabsatz in China enttäuscht den Münchener Konzern

Auf die Option Siemens-Handys zu ordern hätten bislang nur 20 Prozent der Bird-Verkaufsstellen in China zurückgegriffen, sagte Zhang Jilin. Derzeit verkaufe sein Unternehmen täglich etwa 1500 Siemens-Handys. In den Wachstumsbereichen jenseits der großen Städte bleibe die Nachfrage wegen der höheren Preise für die Geräte gering.

Ein Siemens-Sprecher wollte die Aussagen von Zhang Jilin laut "SZ" nicht kommentieren. Nach bisherigen Angaben des Konzerns liegen die Verkäufe im "anvisierten Korridor". Geplant sei, die Präsenz in allen 30.000 Verkaufsstellen bis Ende kommenden Jahres zu erreichen. Das chinesische Unternehmen habe der Zeitung zufolge im Mai in einer Absichtserklärung Siemens Chart zeigen zugesagt, sein dichtes Verkaufsnetz für den Konzern zu öffnen. Diese Verpflichtung bestehe jedoch nicht für die einzelnen Verkaufsstellen.

Siemens' Anteil an dem derzeit weltweit größten Handymarkt ist von 8 Prozent im vergangenen Jahr auf 4 bis 5 Prozent in diesem Jahr gesunken. Schuld daran ist vor allem, dass es dem Konzern bisher noch nicht gelungen ist, ein flächendeckendes Vertriebsnetz in China aufzubauen. Dennoch rechnet Lothar Pauly, Vorstandschef der Siemens-Telefonsparte Communications, damit, dass der Handyabsatz im kommenden Jahr wieder zweistellig wachsen wird.

Der chinesische Handyhersteller Bird aus dem ostchinesischen Ningbo war lange Zeit Handymarktführer in China gewesen, bis im ersten Halbjahr 2004 Motorola Chart zeigen die Spitzenposition übernahm. Bird liegt inzwischen mit einem Marktanteil von 9,57 Prozent auf Platz vier hinter Motorola (12,05 Prozent), Nokia Chart zeigen (11,91 Prozent) und Samsung Chart zeigen (9,87 Prozent).

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