Sunnyvale - Der amerikanische Internetkonzern Yahoo
übernimmt den französischen Internet-Dienstleister Kelkoo für 475 Millionen Euro in bar. Durch die Akquisition des Preisvergleich-Anbieters werde die Position von Yahoo auf dem europäischen Markt deutlich gestärkt, teilte das Unternehmen am Freitag im kalifornischen Sunnyvale mit.
Yahoo: 478 Millionen Euro in bar für die französische Shopping-Suchmaschine Kelkoo
Seit dem vierten Quartal 2002 arbeitet Kelkoo profitabel. Dank des starken Weihnachtsgeschäfts erzielte das Internet-Unternehmen im letzten Quartal 2003 Umsätze in Höhe von 17 Millionen Euro. Insgesamt konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr den Jahresumsatz um 178 Prozent auf 42,5 Millionen Euro steigern. Yahoo verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis von insgesamt 296 Millionen Dollar.
Kelkoo hat 250 Beschäftigte und betreibt in Grenoble ein technisches Zentrum. "Wir glauben, dass unser Shopping-Vergleichsservice zusammen mit Yahoos globaler Reichweite und Führerschaft bei Suche und Commerce Kelkoo helfen wird, seine führende Position in Europa auszubauen", sagte Kelkoo-Chef Pierre Chappaz. Derzeit verzeichnet die Suchmaschine eigenen Angaben zufolge europaweit etwa 30 Millionen User monatlich.
Erst im Januar diesen Jahres hatte die Preisvergleichsmaschine eine europaweite Partnerschaft mit dem Yahoo-Konkurrenten Google geschlossen. Kelkoo-Nutzer, die ein Produkt suchen, sehen auf der Ergebnisseite zusätzlich Werbeeinblendungen der Google-Werbekunden, die im Kontext mit dem gesuchten Produkt stehen.
Mit der Übernahme heizt Yahoo den Wettbewerb weiter an. Yahoo hatte in Deutschland bereits große Marktanteile an den Konkurrenten verloren. Derzeit zählt Google knapp 18 Millionen Internet-Nutzer in Deutschland, während Yahoo acht Millionen Nutzer hat.
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