Stuttgart - Der IT-Dienstleister GFT Technologies
bekommt die Krise der Internetbranche weiter stark zu spüren. Seine angekündigten Umsatz- und Ebitda-Ziele hat das Unternehmen nicht erreicht. GFT erstellt E-Business-Lösungen vor allem für Banken und andere Finanzdienstleister. Namhafte Kunden sind die Deutsche Bank
und die Deutsche Post
.
GFT will nun mit der Schließung weiterer Niederlassungen in Deutschland auf die Wirtschaftsmisere reagieren. Die Absicht: Die Produktion soll zum Teil nach Spanien und Ungarn ausgelagert werden.
Vorstandsmitglied tritt zurück
"Der Ausblick für das erste Halbjahr 2003 zeigt keine wesentliche Verbesserung der Nachfrage. Bei vielen Kunden herrscht aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation Zurückhaltung bei neuen Investitionen im IT-Bereich" formuliert Vorstandschef Ulrich Dietz. Sein Vorstandskollege, Erwin Haller, trat nach Angaben des Unternehmens mit sofortiger Wirkung zurück.
GFT hat auf die Wirtschaftsflaute im vergangenen Jahr mit Kurzarbeit und Entlassungen reagiert. Etwa einem Zehntel der Belegschaft wurde gekündigt. Derzeit zählt das Unternehmen 1090 festangestellte Mitarbeiter. Großaktionär von GFT ist die Deutsche Bank, die zugleich auch der größte Kunde des IT-Dienstleisters ist.
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