Schmerzhafter Verlust für Arthur Andersen: Die SAP-Zentrale in Walldorf
Mannheim - Die Hauptversammlung des Softwarekonzerns SAP
begann mit einem Paukenschlag. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dietmar Hopp gab bekannt, dass sich das Unternehmen von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Andersen trennen wird. Die Nachfolge soll KPMG antreten.
Die Entscheidung für den Wechsel sei auf einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates getroffen worden, sagte Hopp. Grund sei die Rolle, die Andersen beim Pleiteskandal des US-Energiekonzerns Enron gespielt habe.
Die Beratungsfirma muss sich in den USA wegen des Vorwurfs, "tonnenweise" Dokumente und elektronische Aufzeichnungen vernichtet zu haben, vor Gericht verantworten. Unter den 30 Dax-Konzernen war SAP der letzte Kunde von Andersen. Die Aktionäre quittierten die Entscheidung mit Applaus.
Ende April hatte Andersen Deutschland verkündet, mit Ernst & Young Deutschland zu fusionieren. Das daraus hervorgehende Beratungsunternehmen wird über 7000 Mitarbeiter beschäftigen und soll unter dem Namen Ernst & Young firmieren.
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