Zeigt her eure Augen, zeigt her eure Haut: Die Ära der Geheimzahlen soll zu Ende gehen
Friedberg - Unerbittlich verlangen Geldautomaten, Mobiltelefone und Computer nach Geheimnummern oder Passwörtern. Doch bei Kombinationen wie "8rJd5A" werfen viele Menschen schnell das Handtuch - und heften ihre streng geheimen Codes gut sichtbar an EC-Karten oder Monitore. Diese Schwachstellen sollen schon bald in der Security-Mottenkiste verschwinden. Im Blickpunkt der Cebit stehen biometrische Verfahren, die einen berechtigten Nutzer an dessen körperlichen Eigenschaften erkennen.
"Das können die Augen sein, die Finger, die Stimme, die Unterschrift oder aber das Gesicht", erklärt Michael Behrens von der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Trotz aller Datenschutzbedenken boomt der Markt für die Biometrie-Produkte: "Heute sind wir im zweistelligen Millionenbereich, in fünf Jahren sollen es allein in Deutschland schon rund 100 Millionen Euro sein", berichtet Roth über die Umsatzerwartungen.
Fingerprint, Gesichtserkennung und Irisscan
Die Technologien mit dem größten Wachstumspotenzial sind Fingerprint, Gesichtserkennung sowie Irisscan. Weniger gebräuchliche Verfahren wie Handgeometrie oder Spracherkennung haben dagegen kaum Zukunftschancen.
Im Messeschwerpunkt IT-Sicherheit zeigen 177 Unternehmen ihre Werkzeuge und Dienstleistungen für Verschlüsselung, Virenschutz und Zugangskontrolle. Zu ihnen gehört die Ultimaco Safeware AG, die Verschlüsselung, digitale Signatur und Authentisierung in eine einzige Sicherheitslösung gepackt hat: eine Smartcard mit den Daten des digitalisierten Fingerabdrucks.
© manager magazin online 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH