Mittwoch, 28. September 2016

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Verbot vorerst aufgehoben Die Uber-Kämpfer

Der mit Milliarden von Google, Goldman Sachs und Blackrock finanzierte Fahrdienst Uber ist bereit für einen Marsch durch alle gerichtlichen Instanzen. Dafür hat sich Uber-CEO Travis Kalanick in Deutschland viele teure Helfer gesichert.

Uber gegen (fast) alle: Das US-Startup rollt etablierte Geschäftsfelder auf, lässt sich von Verboten nicht bremsen - und beschäftigt zahlreiche teure Helfer, um seine Interessen durchzudrücken

Hamburg - Der US-Fahrdienst Uber kämpft an vielen Fronten. Am Dienstag hob das Landgericht Frankfurt zwar eine einstweilige Verfügung wieder auf, die Uber zeitweise verboten hatte, Fahrgäste an seinen privaten Fahrdienst Uber Pop zu vermitteln. Doch damit dürfte die Sache für Uber noch nicht ausgestanden sein.

Vor allem die Tatsache, dass das Verbot per Eilentscheidung ergangen war, veranlasste die Richter zum Rückzug. In der Sache sei die Verfügung rechtens gewesen, urteilte das Gericht, das sich in der Vergangenheit schon mit anderen Klagen gegen Uber-Fahrer auseinandersetzen musste - und womöglich noch weiterhin auseinandersetzen muss.

Nach Aufhebung der Verfügung durch das Gericht darf Uber zwar zunächst weiter über seinen Dienst Uber Pop Fahrten an Privatleute vermitteln. Der Kampf der Kalifornier geht aber weiter - nicht nur in Deutschland. Und um diesen Kampf durch alle Instanzen zu gewinnen, dafür betreibt Uber schon jetzt einen enormen Aufwand.

Mehr als 50 Kanzleien arbeiten für Uber

"Wir befinden uns in einer politischen Kampagne. Der Kandidat ist Uber, der Gegenspieler ein Arsch namens Taxi", soll Uber-CEO Travis Kalanick verkündet haben. Dass die "politische Kampagne" am Ende zu seinen Gunsten ausgeht, dafür setzt er eine Menge ein. Nach eigenen Angaben hat das Start-up weltweit mehr als 50 Anwaltskanzleien mit der Verfolgung seiner Interessen beauftragt.

Die Interessenvertreter, die Uber in Deutschland für seien Kampf ausgesucht hat, sind nicht die günstigsten, wie der folgende Überblick zeigt.

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