Dienstag, 23. Januar 2018

Vor Hauptversammlung Großaktionär Cevian erhöht den Druck auf Thyssenkrupp

Thysssenkrupp: "An der Struktur muss sich etwas ändern"

Der schwedische Finanzinvestor Cevian kritisiert vor der Hauptversammlung von Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen den Vorstand des Industriekonzerns mit deutlichen Worten. "Es muss der Anspruch eines Vorstandes sein, seine selbst gesetzten Ziele zu erreichen. Thyssenkrupp entwickelt sich aber noch nicht so, wie wir uns das vorstellen", sagte Lars Förberg, Gründer und Chef von Cevian, der der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabbericht. "An der Unternehmensstruktur muss sich etwas ändern."

Cevian hält mehr als 15 Prozent der Thyssenkrupp-Anteile. Die Hauptversammlung des Dax-Konzerns findet kommenden Freitag statt. Cevian fordert eine Aufspaltung des Unternehmens.Förberg ergänzte, vor fünf Jahren habe sich der Thyssen-Vorstand ein klares Ziel gesetzt.

"Die Stahlsparte ausgenommen, sollte das Unternehmen eine operative Gewinnmarge von sechs bis sieben Prozent erreichen. Auch heute erreicht das Unternehmen aber weiterhin nur die Hälfte seiner Zielmarge. Das ist eindeutig zu wenig."

Auf die Frage, ob er den Rücktritt von Vorstandschef Heinrich Hiesinger verlange, sagte Förberg: "Eigentlich ist es doch ganz einfach: Wenn eine Strategie nicht die angestrebten Ergebnisse bringt, muss man sie ändern. Das erwarten wir sowohl vom Thyssenkrupp-Vorstand als auch vom Aufsichtsrat des Unternehmens."

la/dpa

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