Montag, 11. Dezember 2017

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Umstrukturierung Thyssenkrupp schweißt Schmiedegeschäft zusammen

Thysssenkrupp Forged Technologies soll die neue Einheit mit 7000 Mitarbeitern heißen. Unter diesem Dach will Thyssenkrupp seine Schmiedeaktivitäten zusammenfassen

Nach der Entscheidung über die Abspaltung des Stahlgeschäftes treibt Thyssenkrupp seinen Konzernumbau weiter voran. Die Schmiedeaktivitäten würden gebündelt und zum Branchenführer mit Standorten in Nord- und Südamerika, Europa, Indien und China geformt, teilte Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen am Mittwoch mit.

Zum Beginn des neuen Bilanzjahres im Oktober werde Thysssenkrupp Forged Technologies mit rund 7000 Mitarbeitern an insgesamt 18 Produktionsstätten an den Start gehen.

Ziel sei es, das Komponentengeschäft profitabler zu machen, erklärte Sparten-Chef Karsten Kroos. "Zum einen können wir durch die zentrale Steuerung unseres weltweiten Produktionsnetzwerks unsere Anlagen effizienter ausnutzen und noch stärker an den Bedarfen unserer Kunden ausrichten."

Zum anderen sollen neue Produkte für neue Industrien und Märkte entwickelt und so die Abhängigkeit vom klassischen Verbrennungsmotor verringert werden, für den derzeit ein Großteil der Schmiedekomponenten hergestellt wird. Vielversprechende Anwendungsfelder lägen in der Rohstoffgewinnung, der Energieerzeugung und im Mobilitätssektor.

Thyssen-Chef Heinrich Hiesinger hatte zuletzt angekündigt, das Stahlgeschäft mit Tata Steel zu fusionieren und so den zweitgrößten Stahlkonzern Europas zu schmieden. Thyssenkrupp machen hohe Schulden und eine schwache Eigenkapitalquote zu schaffen.

rei/Reuters

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