Montag, 16. Juli 2018

Stada reagiert auf Investoren-Druck Stada will Gewinn deutlich steigern

Mittelfristig will der Generika-Hersteller Stada Gewinn und Umsatz kräftig steigern

Der unter Fusionsdruck stehende Arzneimittelkonzern Stada will seine Anleger mit neuen Wachstumszielen bei Laune halten. Unter anderem mit einem Sparprogramm werde man bis zum Geschäftsjahr 2019 den um Sondereffekte bereinigten Gewinn von zuletzt knapp 166 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro steigern, kündigte der Vorstand am Montag an.

Der bereinigte Konzernumsatz soll von 2,1 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden Euro klettern, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 389 Millionen Euro auf dann 510 Millionen. Bei den Zahlen sind Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe ausgeklammert. An der Prognose leicht steigender Umsätze und Gewinne für das laufende Geschäftsjahr 2016 hält der Vorstand fest.

Die Aktie von Stada reagierte am Nachmittag noch mit Kursaufschlägen von knapp 2 Prozent auf die Nachricht.

Das Stada-Management um den neuen vorläufigen Vorsitzenden Matthias Wiedenfels steht unter dem Druck einzelner Großaktionäre, die verpasste Geschäftschancen der vergangenen Jahre kritisiert haben. Der Mdax-Konzern hat sich in den vergangenen Jahren stets gegen eine möglich Übernahme oder Fusion gewehrt.

Nun kündigte Finanzvorstand Helmut Kraft an, unerschlossene Umsatzpotenziale zu heben, die Marketingkosten zu optimieren und die Vertriebseffizienz zu steigern. Darüber hinaus sollen vor allem Herstellungs- und Verwaltungskosten gesenkt werden.

Lesen Sie auch den Kommentar akutellen zu Stada:

Ein Konzernputsch, der hoffentlich Nachahmer findet

rei/dpa

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH