Freitag, 24. Juni 2016

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Milliarden-Zukauf Siemens kauft US-Fabrikausrüster

Siemens-Chef Joe Kaeser: Rennen gegen US-Konkurrent General Electric

Mit einem Zukauf in den USA baut Siemens Börsen-Chart zeigen sein Geschäft mit Industriesoftware aus. Die Münchner übernehmen die US-Softwarefirma CD-adapco für umgerechnet rund 900 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Montagabend entsprechende Meldungen bestätigte. Das in Melville im Bundesstaat New York ansässige Unternehmen entwickelt Computerprogramme für Strömungssimulationen, mit denen etwa Windkanaltests im Autobau oder die Sturmbelastung von Bohrinseln durchgespielt werden können. Reuters hatte bereits am Montagmorgen von Insidern über den Deal erfahren.

Siemens Börsen-Chart zeigen hatte im Dezember angekündigt, mehr in Forschung und Entwicklung investieren zu wollen, um nach Jahren der Stagnation wieder mit neuen Angeboten zu wachsen. Im Ringen mit dem US-Erzrivalen GE will Siemens-Chef Joe Kaeser sein Haus technologisch auf der Höhe der Zeit halten und an die Margen der Amerikaner herankommen.

In den vergangenen Jahren haben die Bayern zahlreiche große und kleine Spezialfirmen für Industriesoftware gekauft. Informationstechnik spielt vor allem bei klassischen Produktionsunternehmen wie Autobauern eine immer größere Rolle, um die Kosten für möglichst individuelle Produkte gering zu halten.

"Ein richtiger Schritt"

Analysten äußerten sich positiv. "Das ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. CD-adapco passt perfekt ins Portfolio", sagte Marktanalyst Heino Ruland vom Brokerhaus ICF. Das Unternehmen sei auf den ersten Blick zwar nicht billig, aber der Konkurrent Dassault sei noch höher bewertet. Zudem handele es sich um ein hochmargiges Geschäft. Auch die Experten von Barclays begrüßen die Übernahme von CD-adapco begrüßen: "Nach dem Schritt ins Geschäft mit Industriesoftware erscheint der Kauf als logische Erweiterung des Bereichs Digitale Fabrik."

In den vergangenen Jahren haben die Münchner zahlreiche große und kleine Spezialfirmen für Industriesoftware gekauft. Informationstechnik spielt vor allem bei klassischen Produktionsunternehmen wie Autobauern eine immer größere Rolle, um die Kosten für möglichst individuelle Produkte gering zu halten.

Lesen Sie auch: König Joe I. - wie Kaeser Siemens führt


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ts/Reuters

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