Donnerstag, 8. Dezember 2016

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Treffen mit Regierungsvertretern Siemens-Chef Kaeser buhlt im Iran um Aufträge

Joe Kaesers gemischte Bilanz: Die Tops und Flops der Siemens-Sparten
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DPA

Siemens-Chef Joe Kaeser wirbt bei der iranischen Regierung um Großaufträge. Der Manager habe sich am Montag mit Regierungsvertretern und dem Ölminister Bijan Namdar Zangeneh getroffen, erklärte ein Konzernsprecher. "Hintergrund ist, dass wir den Dialog mit der iranischen Regierung in den Bereichen Infrastruktur, Energie und Technologie intensivieren." Siemens wolle an vergangene Zeiten anknüpfen. Der Konzern ist seit 1868 im Iran aktiv, als Siemens & Halske die Telegraphenverbindung von London über Teheran nach Kalkutta baute.

Siemens sehe Nachholbedarf insbesondere bei Infrastrukturprojekten in der Öl-, Gas-, und Petrochemischen Industrie, so der Sprecher. Auch bei Stromerzeugung und -verteilung, im Schienenverkehr und in der Medizintechnik gebe es Bedarf.

Irans Ölminister Zangeneh erklärte der Agentur Shana zufolge, Siemens könne gemeinsam mit heimischen Unternehmen Technik im Iran produzieren und in die Region unter eigenem Namen exportieren. Die Münchner könnten Gemeinschaftsfirmen mit jedem iranischen Unternehmen gründen. Es gebe bereits eine erste Zusammenarbeit mit der Oil Turbo Compressor Company (OTC).

Seit dem Ende der Sanktionen gegen Iran herrscht unter deutschen Unternehmen Goldgräberstimmung am Persischen Golf. Siemens hat bereits als einer der ersten Konzerne eine Absichtserklärung über die Modernisierung der Eisenbahn mit den Iranern unterschrieben. Der europäische Flugzeugbauer Airbus sicherte sich einen Großauftrag.


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ts/Reuters

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