Dienstag, 23. Oktober 2018

Siemens-Chef lobt G7-Beschluss Kaeser begrüßt Ausstieg aus Kohle und Gas

Konzernumbau abgehakt: Die To-do-Liste von Siemens-Chef Joe Kaeser
REUTERS

Siemens-Chef Joe Kaeser hat den Beschluss der G7 zum Ausstieg aus den fossilen Energien als "visionäres Ziel" begrüßt. Dies werde die Ausrichtung von Forschung und Innovation für Generationen verändern, sagte Kaeser am Dienstag auf dem CDU-Wirtschaftstag in Berlin. Ein solches Vorhaben müsse sehr gut geplant und umgesetzt werden, sagte Kaeser. Denn für Deutschland bedeute dies etwa, dass 99 Prozent der derzeitigen Autoproduktion mit Verbrennungsmotoren ersetzt werden müssten.

Bereits die Energiewende in Deutschland sei eine Jahrhundertaufgabe, sagte Kaeser und begrüßte den Ausstieg aus der Atomenergie. Siemens hat eine große Energiesparte und baut unter anderem Gaskraftwerke und Windräder.

Die sieben führenden westlichen Industriestaaten hatten sich am Montag dazu bekannt, "dass wir im Laufe dieses Jahrhunderts eine Dekarbonisierung der Weltwirtschaft brauchen". Das kommt einem Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Kohle und Gas gleich. Bis zum Jahre 2050 wollen die G7-Länder 40 bis 70 Prozent weniger klimaschädliche Schadstoffe gemessen an 2010 ausstoßen.

Wegen fehlender Nachfrage vor allem nach großen Gaskraftwerken will Siemens 5100 Stellen streichen. Kaeser hält den geplanten Stellenabbau für unvermeidlich. Der deutsche und europäische Markt für fossile, große Turbinen sei "nicht mehr existent", sagte Kaeser der Nachrichtenagentur dpa. Das Unternehmen müsse "entsprechend eingreifen".

ts/Reuters/dpa

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