Mittwoch, 20. März 2019

Fusion zum Bau von Hochgeschwindigkeitszügen EU-Kartellamt erneuert Kritik an Siemens-Alstom-Deal

Alstom und Siemens wollen ihre Zugsparten fusionieren, doch die EU hat weiterhiin Bedenken

Das EU-Kartellamt erneuert seine Kritik an der geplanten Fusion der Zugsparten von Siemens und des französischen Alstom-Konzerns. Die Kommission habe angesichts des Fusionsvorhabens Bedenken wegen der Folgen auf dem Markt für Hochgeschwindigkeitszüge, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Dienstag. Beide Seiten hätten Zusagen gemacht, um die Sorgen zu zerstreuen. Nun werden die Marktteilnehmer befragt.

Bei den Zusagen von Siemens Börsen-Chart zeigen und Alstom Börsen-Chart zeigen handelt es sich nach Aussagen von mit dem Fall vertrauten Personen um das Angebot, eine Zugtechnik für Schnellzüge zu verkaufen. Dabei würde entweder Alstom sein Pendolino-System oder Siemens die Velaro-Novo-Plattform abgeben.


Lesen Sie auch:
Siemens und Alstom machen EU Zusagen für Zugfusion
Siemens-Alstom-Fusion: EU äußert Bedenken - Siemens und Alstom müssen liefern



Die Kommission, die in der EU als oberste Kartellbehörde fungiert, hatte schwere Bedenken gegen das Zusammengehen von Alstom und Siemens Mobility vorgetragen. Eine Entscheidung aus Brüssel wird bis zum 18. Februar 2019 erwartet.

rtr/akn

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung