Mittwoch, 21. November 2018

Continental treibt Umbau voran Schaeffler will sich nicht aufspalten

Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld
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Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld

Anders als einige Rivalen will sich der Autozulieferer Schaeffler nicht aufspalten. "Es wäre aus meiner Sicht unklug, wenn die Bereiche getrennte Wege gehen würden", sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld der Branchenzeitung "Automobilwoche". "Wenn wir ein Lager produzieren, das in einem Getriebe sitzt, dann ist das nicht sehr viel anders als ein Lager, das in eine Industrieanwendung geht." Letztlich gehe es um ein technisch anspruchsvolles, präzises Verarbeiten von Stahl und das Verständnis komplexer Systeme.

Continental treibt dagegen seine Überlegungen für einen Konzernumbau voran. "Wir müssen jetzt analysieren, mit welcher Aufstellung das Unternehmen auch 2025 und in den Jahren danach schneller wachsen kann als der Markt", sagte Vorstandschef Elmar Degenhart der Zeitung. Zugleich signalisierte er, dass dabei eine vollständige Trennung vom profitablen Reifengeschäft nicht geplant sei. "Um eine bessere Bewertung für ein bestimmtes Arbeitsgebiet zu erhalten, muss man es ja nicht gleich komplett veräußern."

Der Konzern hatte kürzlich erklärt, dass er wegen des Wandels der Branche hin zu Vernetzung, Elektrifizierung und selbstfahrenden Autos über eine neue Struktur nachdenkt. Insidern zufolge gehört zu den Optionen auch eine Abspaltung von Unternehmensteilen. Die Familie Schaeffler hält über die Schaeffler-Holding rund 46 Prozent der Aktien an der Continental AG.

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Mit einer Aufspaltung würde Conti dem Beispiel der Konkurrenten Autoliv und Delphi folgen. Auch der Autobauer Daimler will sich eine neue Struktur geben, um flexibler zu werden.

rei/Reuters

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