Donnerstag, 22. November 2018

EXKLUSIV Ryanair beschäftigt Flugbegleiter offenbar illegal

Billigflieger Ryanair: Großteil des Kabinenpersonals offenbar illegal beschäftigt

Ryanair beschäftigt offenbar den Großteil des Kabinenpersonals in Deutschland illegal. Dies berichtet das manager magazin. Die in Irland beheimatete Billig-Airline ist die nach Passagierzahlen größte Billigfluglinie Europas. Den beiden irischen Leiharbeitsfirmen Crewlink und Workforce, über die Ryanair rund 700 Flugbegleiter in Deutschland beschäftigt, fehlt die für den Einsatz in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene "Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung". Dies bestätigte die Bundesagentur für Arbeit dem manager magazin.

Crewlink hat eine solche Erlaubnis nach Informationen des manager magazins nur für zwölf Monate besessen, Workforce nie.

Nachdem Ryanair einen Fragenkatalog des manager magazins zu dem Thema in der vergangenen Woche unbeantwortet ließ, teile die Airline nach Veröffentlichung des Textes am Donnerstagabend mit, dass die Behauptungen "unwahr" seien und sich Ryanair und seine Drittanbieter-Agenturen "voll und ganz an EU-Recht" halten würden.

Die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bundesagentur für Arbeit, sieht das allerdings anders. Die Behörde erklärte gegenüber dem manager magazin: "Die Unternehmen benötigen eine Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit, wenn sie ihre Arbeitnehmer im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zur Arbeitsleistung an Ryanair überlassen."

Der Zoll soll ermitteln. Rund 700 Leiharbeiter könnten wohl mit großen Erfolgsaussichten auf eine Anstellung durch Ryanair klagen.

Ryanair Börsen-Chart zeigen droht zudem Ärger wegen Verstößen gegen Datenschutzbestimmungen. So lässt die Airline nach Recherchen des manager magazins über ihre Mitarbeiter detaillierte Krankheitsakten anlegen. Ryanair erklärt dazu: "Wie alle Organisationen regeln wir Fehlzeiten."

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