Sonntag, 4. Dezember 2016

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Pensionsverpflichtungen belasten Philips Philips rutscht in die roten Zahlen

ARCHIV - Das Bild zeigt das Logo des Elektronikkonzerns Philips am 16.04.2007 in Eindhoven, Niederlanden. Philips veröffentlicht am 22.07.2013 die Zahlen zum zweiten Quartal. Foto: EPA/Lex van Lieshout +++(c) dpa - Bildfunk+++

Der Elektronikkonzern Philips hat im vierten Quartal unter dem Strich einen Verlust vorgelegt. Die Hauptursache dafür waren Kosten für Pensionsverpflichtungen. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember stand ein Verlust von 39 Millionen Euro in den Büchern, teilte das in einigen Bereichen mit Siemens konkurrierende Unternehmen am Dienstag mit. Im Vorjahreszeitraum verbuchten die Niederländer noch einen Gewinn von 134 Millionen Euro.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Unternehmenswerte (Ebita) kletterte dagegen dank Einsparungen um 13,3 Prozent auf 842 Millionen Euro.

Der Umsatz wuchs im letzten Jahresviertel um 8,6 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Neben positiven Währungseffekten legte vor allem das Gesundheitsgeschäft zu.

Beim Ebita übertraf der Elektronikkonzern die Schätzungen der Experten, der Umsatz war wie erwartet. Für das laufende Jahr erwartet Vorstandschef Frans van Houten weiterhin ein moderates Umsatzwachstum.

Vor wenigen Tagen platzte der geplante Verkauf der Lichtsparte an den chinesischen Investor GO Scale Capital. Der angestrebte Spartenverkauf ist Teil der Trennung vom Lichtgeschäft insgesamt, der Konzern will sich so auf das Gesundheitsgeschäft konzentrieren. Philips hatte vergangenen März angekündigt, 80,1 Prozent an Lumileds zu verkaufen und den Rest zu behalten. Nun muss sich Philips einen neuen Käufer suchen.

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rei/dpa

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