Mittwoch, 21. November 2018

Pepsi übernimmt Sodastream Warum Pepsi auf Wasser statt Limonade setzt

Sodastream-Spot mit Scarlett Johansson: Die Hollywood-Schauspielerin erntete wegen ihrer Werbetätigkeit für den Wassersprudler-Hersteller vor einigen Jahren massiv Kritik
youtube/Super Bowl TV Commercials
Sodastream-Spot mit Scarlett Johansson: Die Hollywood-Schauspielerin erntete wegen ihrer Werbetätigkeit für den Wassersprudler-Hersteller vor einigen Jahren massiv Kritik

Kurz vor dem Abschied als Pepsi-Chefin landet Indra Nooyi noch einmal einen letzten Coup. Für umgerechnet 2,8 Milliarden Euro (3,2 Milliarden Dollar) übernimmt der amerikanische Limonade- und Chips-Konzern den israelischen Wassersprudelhersteller Sodastream.

Der nach eigenen Angaben weltweit größten Anbieter und Händler von Sprudlersystemen für den Heimgebrauch stellt Geräte her, mit denen Leitungswasser aufgesprudelt werden kann. Und bietet damit eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zu Getränken in Flaschen und Dosen.

Sodastream hatte zuletzt 543 Millionen Dollar Gewinn gemacht. Mit seinem Angebot von 144 Dollar (125,78 Euro) je Aktie zahlt Pepsi den Aktionären einen Aufschlag von mehr als 30 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage. Die Führungsspitzen beider Konzerne haben der Übernahme den Informationen zufolge bereits zugestimmt.

Für den Pepsi-Konzern, der zuletzt angesichts des schwindenden Durstes auf zuckrige Getränke mit einem Gewinnrückgang zu kämpfen hat, ist die Übernahme ein weitere Schritt in Richtung eines deutlich gesunderen Portfolios. Ein Ziel, das sich CEO Indra Noyi während ihrer 12-Jährigen Führungszeit bei Pepsi zur Aufgabe gemacht hatte. Und in dem der Hersteller von Snacks wie Lays, Doritos, Tostitos, Ruffles und Soft-Drinks wie Pepsi, 7up oder Mountain Dew durchaus weiter gekommen ist.

Waren 2006 noch rund 70 Prozent aller Produkte extrem süß oder fettig - Produkte, die Pepsi unter dem Label "fun for you" verkauft, machen Marken wie Quaker Oats, Tropicana-Säfte, Aquafina- und Bubly-Wasser, die Pepsi-Co in Kategorien wie "Good for you" beziehungsweise "Better for you" ( in der sich zumindest etwas kalorienreduziertere Snacks befinden) mittlerweile die Hälfte des Produktportfolios aus.

Zuletzt kaufte Pepsi gesunde Marken wie das Gemüse-und-Frucht-Snack-Label Bare Fruits oder bereits 2016 den Hersteller probiotischer Getränke Kevita zu.

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