Samstag, 28. Mai 2016

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Ex-Siemensianer in Nacht- und Nebelaktion zum Chef ernannt Raketenstart für Roland Fischer bei Oerlikon

Ex-Siemensianer Roland Fischer führt jetzt Oerlikon

Es ist eine Art Raketenstart, den Roland Fischer als Chef des Schweizer Unternehmens Oerlikon hinlegen muss. Heute in der Frühe hat der Verwaltungsrat den Ex-Siemens-Manager an die Spitze gehievt. Gerade noch rechtzeitig: Um 9 Uhr durfte der Neue dann gleich seine erste Jahrespressekonferenz in der neuen Funktion leiten.

Hinter der Personalie steckt Oerlikon-Verwaltungsratspräsident Michael Süss, ehemaliger Siemens-Vorstand. Fischer war beim Münchener Technologiekonzern sein engster Mitarbeiter. Anfang 2015 war Fischer bei Siemens ausgeschieden, als Vorstandschef Joe Kaeser die Führungsriege umbaute.

Nach einem tiefroten Jahresabschluss 2015 folgt Fischer bei Oerlikon nun auf Brice Koch, der erst 2014 auf dem Chefsessel Platz genommen hatte. Fischer solle den Umbau hin zu einem Oberflächen- und Werkstoffkonzern beschleunigt vorantreiben.

Im vergangenen Jahr sorgten Abschreibungen auf eine überteuerte Akquisition und Restrukturierungskosten für einen Verlust von 418 Millionen Franken nach einem Gewinn von 202 Millionen Franken 2014. Der Umsatz sank auf 2,67 Milliarden Franken und soll 2016 auf 2,3 bis 2,5 Milliarden Franken weiter schrumpfen.

nis/rtr

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