Samstag, 16. Dezember 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Adidas gegen Nike Ausweitung der Kampfzone

Nike vs. Adidas: Die neuen digitalen Selbstoptimierer
Fotos
Getty Images

Die WM ist zu Ende. Das Duell Adidas gegen Nike geht aber weiter - und tritt dank neuer technischer Möglichkeiten in eine neue Phase: Den Wettstreit um die cleverste Digital-Strategie - und die dazugehörigen Allianzen. Mit im Spiel: Die Technologieriesen Apple und Google.

Hamburg - Die Nachricht war so etwas wie eine Revolution. Adidas Börsen-Chart zeigen wird ab kommender Saison neuer Sponsor von Manchester United. Die Herzogenauracher beerben bei dem zwanzigfachen englischen Meister ihren Konkurrenten Nike Börsen-Chart zeigen . Dem waren die 76 Millionen Euro, die der künftig vom Niederländer Louis van Gaal trainierten Verein pro Spielzeit forderte, Medienberichten zufolge schlicht zu teuer geworden.

Der Wert des Deals liegt bei 750 Millionen britischen Pfund für die kommenden zehn Jahre bis 2026, wie ManU am Montag mitteilte. Umgerechnet sind das 942,7 Millionen Euro oder knapp 95 Millionen Euro pro Jahr.

Alleine die Tatsache, dass Nike Börsen-Chart zeigen bei einer solchen Summe die Reißleine zieht und eine Club-Perle wie Manchester der Konkurrenz überlässt, zeigt, wie sich die Zeiten im Sportbusiness gewandelt haben. Immer mehr, immer höher - der Trend, fraglos immer irrsinnigere Summen für Sponsoringverträge hinzublättern, scheint erste Zweifel zu generieren - zumindest bei einigen Akteuren.

Zwar richten sich in den Medien noch immer alle Augen darauf, wer welchen Verein und Sportler ausrüstet, wer in welches Marketing-Fettnäpfchen tritt und wer im Social Web mit seinen Filmen, Wettbewerben und Guerilla-Aktionen mehr Menschen erreicht und damit potenzielle Käufer für sich begeistert.

Hinter den Kulissen läuft jedoch längst ein Kampf, in dem es darum geht, wer in der digitalen Sphäre, den Gadgets und sogenannten "Wearables" die Nase vorn hat.

Trend zur Selbstoptimierung

Bislang ist deren Zahl noch übersichtlich. Doch die Anfänge sind gemacht. So ist Nike mit dem Fuel-Band am Start, einem rund 110 Euro teuren Armband, mit dem auch weniger sportliche Nutzer messen können, wie aktiv sie den Tag über sind und sich erinnern lassen können, sich mehr zu bewegen.

30 Millionen dieser Gadgets hat Nike in den etwas mehr als zwei Jahren seit dem Marktstart 2012 in den USA bislang verkauft - mehr als 100 Millionen sollen es nach dem Willen des Unternehmens noch werden.

Adidas wiederum richtet sich mit seinen vernetzen Geräten vor allem an Sportler - Amateure wie Profis. So haben die Deutschen ein Computerspiel im Angebot und einen High-Tech-Fußball, mit dem sich Schusshärte, Flugbahn und Spin auswerten und so die persönliche Technik verbessern lässt. Außerdem bieten die Herzogenauracher gleich eine ganze Reihe von Fitness-Armbändern und Messgeräten an, mit denen sich über Smartphone, Tablet oder PC Trainingsverläufe studieren und optimieren lassen. Eine Technik, auf die unter anderem auch die deutsche Nationalmannschaft bei der Vorbereitung der Fußball-WM zurückgriffen hat.

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH