Mittwoch, 23. Mai 2018

Procter & Gamble zahlt 3,4 Milliarden Euro Merck stößt Sparte für rezeptfreie Medikamente ab

Merck-Logo vor dem Innovationszentrum des Unternehmens

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck Börsen-Chart zeigen verkauft sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten für rund 3,4 Milliarden Euro an den US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble Börsen-Chart zeigen. Eine entsprechende Übernahmevereinbarung sei unterzeichnet worden, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit.

Auch der US-Pharmakonzern Mylan Börsen-Chart zeigen war an dem Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten wie dem Nasenspray Nasivin interessiert. Andere Interessenten wie Nestlé Börsen-Chart zeigen oder Reckitt Benckiser Börsen-Chart zeigen hatten sich zuletzt zurückgezogen.

Merck hatte Anfang September angekündigt, einen vollständigen oder teilweisen Verkauf der Sparte wie auch strategische Partnerschaften zu prüfen. Zuletzt hatte der Konzern eine Entscheidung noch im ersten Halbjahr in Aussicht gestellt. Mit 3,4 Milliarden Euro liegt der Verkaufspreis allerdings unter den zuletzt kolportierten rund vier Milliarden Euro.

Der US-Konsumgüterkonzern zahle in bar, teilte die im Dax notierte Merck KGaA am Donnerstag in Darmstadt mit. Das Geld solle vor allem in den Abbau von Schulden fließen. Gleichzeitig gebe es mehr Flexibilität, um die anderen drei Unternehmensbereiche zu stärken. Der Käufer Procter & Gamble steckt hinter Marken wie dem Waschmittel Ariel, der Zahncreme Blend-a-med oder den Pampers-Windeln.

luk, dpa, reuters

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