Dienstag, 27. September 2016

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Jüngste Übernahme zahlt sich aus Merck hebt Jahresziele an

Merck-Chef Karl-Ludwig Kley: "Für zukünftiges Wachstum sehr gut aufgestellt"

Ein starkes Geschäft mit Produkten für die Pharmaforschung beflügelt Merck. Der Pharma- und Chemiekonzern hob nach einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg im dritten Quartal seine Jahresziele an. "Unser organisches Wachstum in allen drei Unternehmensbereichen und allen Regionen zeigt, dass unsere Strategie Früchte trägt", urteilte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley am Donnerstag. "Auch für zukünftiges Wachstum sind wir sehr gut aufgestellt."

Kurz vor der 17 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich läuft vor allem das Zuliefergeschäft für Pharmakonzerne und Forschungseinrichtungen rund, das Merck mit diesem Zukauf stärkt. Wachstumsmotor ist die Region Asien-Pazifik, dort erzielte Merck rund 80 Prozent des gesamten Umsatzwachstums im dritten Quartal.

In Frankfurt legte die Aktie von Merck Börsen-Chart zeigen im frühen Handel um gut 2 Prozent zu.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand nun mit einem Umsatz von 12,6 bis 12,8 Milliarden Euro und einem bereinigten Betriebsgewinn von 3,58 und 3,65 Milliarden Euro. Bislang hatte er ein Umsatzplus auf 12,3 bis 12,5 (Vorjahr: 11,3) Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 3,45 bis 3,55 (3,38) Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Dazu trägt auch die Übernahme von Sigma-Aldrich bei, die Merck in der kommenden Woche abschließen will. Der größte Zukauf in der fast 350-jährigen Unternehmensgeschichte hatte sich wegen kartellrechtlicher Auflagen verzögert. Ursprünglich wollte Merck die Übernahme bis Mitte des Jahres eintüten.

Im dritten Quartal steigerte Merck den bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) um gut zehn Prozent auf 944 Millionen Euro. Analysten hatten mit 882 Millionen Euro weniger erwartet. Unter dem Strich stieg der Gewinn um mehr als 46 Prozent auf 364 Millionen Euro. Merck setzte im abgelaufenen Quartal 3,1 Milliarden Euro um, ein Plus von 6,8 Prozent. Dazu trug auch der schwache Euro stark bei, aus alleiniger Kraft legte das Darmstädter Unternehmen um gut drei Prozent zu.


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ts/Reuters

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