Mittwoch, 27. Juli 2016

Chinesen kaufen Maschinenbauer KraussMaffei ist ChemChina gut eine Milliarde Euro wert

KraussMaffei baut unter anderem Kunststoffmaschinen - die Rüstungssparte ist in Krauss-Maffei Wegmann (KMW) aufgegangen

Der Spezialmaschinenbauer KraussMaffei wird für 925 Millionen Euro an die staatliche chinesische National Chemical Corporation (ChemChina) verkauft. Das teilte der Finanzinvestor Onex als Eigentümer des Münchener Unternehmens in der Nacht zum Montag mit.

Onex hatte 2011 für den Hersteller von Spritzgießmaschinen zur Kunststoff-Produktion 568 Millionen Euro gezahlt. Schon damals hatte ChemChina Interesse gezeigt. Auf Sicht von zwölf Monaten kam KraussMaffei nach Angaben von Onex zuletzt auf einen operativen Gewinn (Ebitda) von 140 Millionen Euro. Mit 925 Millionen Euro würde der Traditionskonzern gemessen am Ebitda in etwa so hoch bewertet wie börsennotierte Konkurrenten.

KraussMaffei hat eine bewegte Geschichte. 1839 als Hersteller von Lokomotiven gegründet ("Eisenwerk Hirschau"), baut das Unternehmen ab den 30er Jahren auch Panzer. Die Rüstungssparte ist inzwischen in Krauss-Maffei Wegmann (KMW) aufgegangen. Von 1989 an gehörte der Maschinenbauer zu Mannesmann, nach deren Aufspaltung zunächst zu Siemens. 2002 stieg der Finanzinvestor KKR ein, der später an den Rivalen Madison verkaufte.

ChemChina war zuletzt für gut 7 Milliarden Euro beim italienischen Reifenhersteller Pirelli eingestiegen.


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ts/Reuters

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