Freitag, 24. November 2017

Luftfahrt Airbus halbiert Produktion für A380

Bald ein Auslaufmodell? Airbus A380

Düstere Aussichten für den weltgrößten Passagierjet. Der Flugzeugbauer Airbus streicht die Produktion des A380 um mehr als die Hälfte zusammen. Doch der Unternehmenschef versichert: "Der A380 ist da, um zu bleiben."

Bei Airbus gehen immer weniger Neubestellungen für das Großraumflugzeug A380 ein, nun reagiert das Unternehmen: Es streicht die Produktion des Fliegers um mehr als die Hälfte zusammen. Ab 2018 sollen jährlich nur noch zwölf Maschinen des Typs die Werkshallen verlassen, wie Airbus am Dienstagabend auf der Luftfahrtschau im britischen Farnborough mitteilte. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen noch 27 dieser Passagierflugzeuge fertiggestellt und bei der Produktion dabei gerade so schwarze Zahlen geschrieben.

Mit der Entscheidung halte sich Airbus "alle Optionen offen", sagte Unternehmenschef Fabrice Brégier. Der Markt wachse weiter, allerdings seien die Kapazitäten der Flughäfen begrenzt. Das Unternehmen halte am A380 und den dazugehörigen Innovationen und Investitionen fest. "Der A380 ist da, um zu bleiben", sagte Brégier.

Der Finanzchef des Mutterkonzerns Airbus Group Börsen-Chart zeigen, Harald Wilhelm, hatte allerdings bereits vor längerem ein mögliches Ende der A380 ins Spiel gebracht.

Derzeit sind weltweit 193 dieser Flugzeuge in Betrieb. Nach Konzernangaben fliegen sie 38 von 55 Millionenstädten an. Wichtigster Abnehmer des A380 ist die Fluggesellschaft Emirates, die 81 Maschinen in Betrieb hat und 61 weitere in Auftrag gegeben hat.

Insgesamt gaben bislang 18 große Fluggesellschaften 319 A380 in Auftrag, 126 davon müssen noch ausgeliefert werden.

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