Dienstag, 24. Mai 2016

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K+S nach der geplatzten Übernahme Casino Royale in Kassel - Zocken mit fremdem Geld

Rien ne va plus! K+S-Aktionäre müssen sich damit abfinden, dass Potash so schnell kein Angebot mehr vorlegt

Nun ist er also da, der größtmögliche anzunehmende Unfall für die K+S-Aktionäre: der Vorstand hat alles auf "rot" gesetzt und verloren. Potash hat sein Angebot zurückgezogen, K+S-Vorstand und Landesregierungen können die Unabhängigkeit des Unternehmens feiern, Goldman Sachs kann eine erkleckliche Rechnung für eine erfolgreiche Verteidigung der K+S stellen.

Alles prima gelaufen, die Aktionäre zahlen ja die Zeche dafür, dass die K+S-Organe mit ihrem Geld Roulette gespielt haben. Der K+S-Aktienkurs ist allein heute um mehr als 20 Prozent gefallen, die Marktkapitalisierung gegenüber dem kolportierten Angebotspreis um mehr als drei Milliarden Euro; der Preisverfall im weltweiten Kalimarkt scheint noch nicht einmal eingepreist. Andere deutsche Unternehmen müssen für eine solche Vernichtung von Aktionärsvermögen schon kriminelle Handlungen begehen, bei K+S reicht eine unverbesserliche Sturheit des Vorstands.

War es das? Haben K+S und die Landesregierungen gewonnen? Werden die Aktionäre das wirklich klaglos so hinnehmen. Oder war es ein Pyrrhussieg, der am langen Ende ein bitteres Nachspiel für viele Beteiligte haben wird? Dafür spricht Einiges.

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