Freitag, 22. März 2019

HeidelbergCement streift Spardiktat ab HeidelbergCement will Gewinn und Dividende steigern

Zementsäcke: HeidelbergCement stellt auch Aktienrückkäufe und Übernahmen in Aussicht

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement Börsen-Chart zeigen will profitabler werden und vom höheren Gewinn künftig mehr an die Aktionäre ausschütten. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll in den kommenden fünf Jahren um rund 75 Prozent auf mehr als vier Milliarden Euro steigen, kündigte das Unternehmen am Mittwoch an. Die Ausschüttungsquote werde bis 2019 zugleich auf 40 bis 45 Prozent von zuletzt 29 Prozent angehoben. Auch Aktienrückkäufe und Firmenzukäufe seien möglich.

Mit den neuen Zielen ist nicht mehr länger nur Sparen das oberste Gebot. HeidelbergCement hat sein langjähriges Schuldenziel erreicht. Investoren drängten deshalb auf eine Abkehr vom strikten Sparkurs.

Die Nettoverschuldung lag Ende März bei 6,1 Milliarden Euro, angepeilt waren 6,5 Milliarden Euro. Der Konzern hatte die Kostenbremse angezogen, nachdem er durch eine Übernahme 2007 Schulden von rund 14 Milliarden Euro aufgetürmt hatte.

Zuletzt verbesserte sich die Finanzlage zusätzlich durch einen Erlös von 1,2 Milliarden Euro aus dem Verkauf des Bauproduktegeschäfts in den USA und Großbritannien. Zudem hatte sich HeidelbergCement einen milliardenschweren Zukauf von Geschäftsteilen seiner Konkurrenten Holcim und Lafarge verkniffen, die im Zuge ihrer Fusion Werke abgeben mussten.

ts/Reuters

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