Sonntag, 16. Dezember 2018

Reederei warnt vor steigenden Kosten Aktie von Hapag-Lloyd bricht zweistellig ein  

Hapag-Lloyd leidet unter höheren Treibstoffkosten

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd rudert bei ihrer Prognose zurück. Als Grund nannte der Konzern am Freitag unvorhergesehen stark gestiegene Kosten. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) könnte daher 2018 von den rund 411 Millionen Euro des Vorjahres bis auf 200 Millionen Euro fallen. Im besten Fall wären 450 Millionen Euro drin, teilte das Unternehmen in Hamburg mit.

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kalkuliert Hapag-Lloyd Börsen-Chart zeigen nun mit einem Wert zwischen 900 Millionen und 1,15 Milliarden Euro, nachdem im Jahr zuvor 1,05 Milliarden Euro erzielt wurden. Bislang war die Reederei von "deutlich steigenden" Ergebnissen im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Der Kurs der im S-Dax notierten Aktie brach daraufhin erdrutschartig ein. Bis zum Nachmittag lag das Minus bei 15 Prozent.

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Die unheilvolle Allianz von Politik und Großreedern (mm 12/2017)

Größter Aktionär von Hapag-Lloyd ist die chilenische Compañía Sud Americana de Vapores (CSAV), gefolgt von Investor Klaus Michael Kühne, Qatar Investment Authority, der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement (HGV) sowie ein Fonds aus Saudi-Arabien.

Hapag-Lloyd muss sich schon seit längerem mit dem Preiskampf in der Branche und einem herausfordernden Umfeld auseinandersetzen. Dem Konzern zufolge sind nun die operativen Kosten insbesondere im Hinblick auf Treibstoffkosten und Charterraten stark gestiegen. Zudem erholten sich die Frachtraten langsamer als gedacht.

dpa/rtr/akn

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