Donnerstag, 23. März 2017

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Bürgermeister vs. Weltkonzern Warum sich ein deutscher Bürgermeister mit GE anlegt

General Electrics: Auseinandersetzung mit dem Oberbürgermeister Mannheims

Im Streit um den Stellenabbau beim Elektro-Konzern General Electrics (GE) in Mannheim hat sich der Oberbürgermeister der Stadt, Peter Kurz (SPD), zu Wort gemeldet. In einem Brief an den Vorstand des Unternehmens zeigte er sich nach Angaben aus dem Rathaus vom Mittwoch unzufrieden damit, wie die Suche nach Investoren für den Standort laufe.

Interessenten, um die sich die Stadtverwaltung bemüht habe, seien von GE nicht ausreichend geprüft worden, heißt es darin. Ein GE-Sprecher wies das zurück. Bisher gebe es nur einen Investor aus der Schweiz, der sich für den gesamten Standort interessiere. Andere wollten nur Teile übernehmen.

Was den Schweizer Investor Rasenberger Toschek betrifft, gebe es von Seiten der Firma noch kein Konzept oder tragfähiges Szenario. "Bisher wurde lediglich Interesse bekundet", sagte der GE-Sprecher. Nach einem vom Bundeswirtschaftsministerium in der vergangenen Woche vermittelten Treffen mit den Schweizern habe man nun eine Frist von vier Wochen vereinbart, um gegebenenfalls ein Angebot vorzulegen.

In Mannheim geht es um den geplanten Abbau von rund 1000 Stellen. GE hatte das Werk im November 2015 vom französischen Konkurrenten Alstom übernommen. Für die Restrukturierung des Konzerns sollen in Deutschland insgesamt 1700 Stellen wegfallen.

got/dpa-afx

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