Dienstag, 18. Dezember 2018

General Electric schmiedet Milliardenriesen Siemens-Konkurrent GE fusioniert Zugantriebssparte

General Electric

Der Siemens-Konkurrent General Electric legt seine Sparte zum Bau von Zugantrieben mit dem US-Zugausrüster Wabtec zusammen. Die Unternehmen beziffern den Deal auf mehr als 11 Milliarden Dollar. GE wird die Mehrheit an dem neuen Unternehmen halten.

Der US-Industrieriese General Electric (GE) fusioniert seine Zugantriebssparte GE Transportation mit dem Zugausrüster Wabtec. GE soll nach Abschluss des Zusammenschlusses einen Barerlös von 2,9 Milliarden Dollar erhalten, teilten die Unternehmen am Pfingstmontag mit. Insgesamt habe der Deal ein Volumen von 11,1 Milliarden Dollar (9,4 Milliarden Euro). Wabtec hatte zuletzt einen Börsenwert von rund neun Milliarden Dollar.

Die fusionierte Gesellschaft soll es auf einen Umsatz von rund acht Milliarden Dollar bringen und zu 50,1 Prozent GE und seinen Aktionären gehören, den Rest sollen die Anteilseigner von Wabtec behalten.


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Die Konzerne gehen davon aus, den Zusammenschluss bis Anfang 2019 abzuschließen. Geführt werden soll das Unternehmen vom amtierenden Wabtec-Chef Raymond Betler. Die GE-Aktie stieg nach Ankündigung der Fusion vorbörslich um gut zwei Prozent.

General Electric erwägt nach Presseberichten bereits seit Oktober vergangenen Jahres, das Zuggeschäft auszugliedern. GE fertigt vor allem Fracht-Diesellokomotiven. Konkurrenten wie Siemens oder Alstom, die vor gut einem Jahr den Zusammenschluss ihres Zuggeschäfts angekündigt hatten, sind dagegen eher im Passagiergeschäft tätig. Daneben fertigt die GE-Sparte noch Bergbauausrüstung sowie Schiffsmotoren.

rei/dpa

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