Sonntag, 9. Dezember 2018

Aktie von General Electric taumelt GE-Chef Culp: Schulden senken - ganz dringend

US-Ikone GE steht weiter unter Druck

Die Papiere des kriselnden US-Industrieriesen General Electric (GE) Börsen-Chart zeigen sind erneut in die Tiefe gerauscht. Anlass für den erneuten Kurssturz war ein Interview, das der neue Vorstandschef Larry Culp dem US-Sender CNBC gegeben hatte: Darin räumte er ein, der Konzern sei zu hoch verschuldet und brauche dringend Geld, um seine Bilanz zu stärken. Es bestehe eine hohe Dringlichkeit, den Schuldenstand zu senken, so Culp in dem Interview.

"Wir haben derzeit keine höhere Priorität, als den Verschuldungsgrad zu senken", sagte Culp. Es gebe jedoch ausreichend Spielraum, Mittel durch weitere Verkäufe von Vermögenswerten zu erlösen. GE habe aber keine Liquiditätsprobleme. Auch Pläne für eine Kapitalerhöhung verfolge man aktuell nicht.

Die Quittung für diese Aussagen kamen prompt: An der Börse, wo der Konzern ohnehin schon stark unter Druck steht, rutschte die Aktie des Siemens -Rivalen zeitweise um mehr als 7 Prozent in die Tiefe und fiel erstmals seit März 2009 sogar unter die Marke von acht Dollar.

General Electric Börsen-Chart zeigen kriselt schon länger heftig. Wegen einer enormen Abschreibung in der Kraftwerksparte schrieb der Konzern, dessen Wurzeln auf Glühbirnen-Erfinder Thomas Edison zurückgehen, im dritten Quartal einen Verlust von 22,8 Milliarden Dollar (20,3 Milliarden Euro). Erst in der vergangenen Woche verkaufte GE sein Firmen-Leuchtenspezialisten Current an den Finanzinvestor American Industrial Partners.


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Die Aktie von General Electric Börsen-Chart zeigen ist seit Jahresbeginn auf Dollarbasis schon um mehr als 50 Prozent gesunken und erstmals seit 110 Jahren aus dem US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen abgestiegen. Culp hatte den Spitzenjob erst Anfang Oktober übernommen, nachdem das US-Traditionsunternehmen Vorgänger John Flannery vor die Tür setzte - es war bereits der zweite Chefwechsel innerhalb von nur 14 Monaten. Als Grund wurde angegeben, dass man von Culp erwarte, dem Umbau des Konzerns mehr Schwung zu geben.

dpa/rtr/akn

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