Freitag, 1. Juli 2016

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Goldman Sachs und KKR steigen bei Kion aus Chinesen bei Europas größtem Gabelstapler-Konzern nun allein zu Haus 

Unter Beobachtung: Gordon Riske, Chef des Gabelstaplerherstellers Kion, bei Börsenstart am 28. Juni 2013. Der erste Kurs der Aktie damals hat sich irgendwo auf diesem Foto versteckt.

Der chinesische Industriekonzern Weichai Power ist zum einzigen Großaktionär von Europas größtem Gabelstapler-Hersteller Kion aufgestiegen. Kion mit Sitz in Wiesbaden setzte mit Marken wie Linde, Still, Fenwick oder Baoli 2014 knapp 4,7 Milliarden Euro um.

Während die früheren Eigentümer Goldman Sachs und KKR ihre letzten Anteile an dem MDax-Konzern abgegeben haben, kauften die Chinesen weitere knapp fünf Prozent der Aktien zu und steigerten ihren Anteil auf 38,25 Prozent. Das ging am Montag aus der Aktionärsstruktur auf Kions Internetseite hervor. Weichai ist ein staatlich kontrollierter Spezialist für Diesel-Maschinen.

Je Aktie zahlte Weichai laut eigener Mitteilung 38,15 Euro an Goldman Sachs und KKR. Die Investmentbank und die Beteiligungsgesellschaft hatten sich in der Vergangenheit mehr und mehr bei Kion zurückgezogen und verkauften nun auch ihre letzten 13,9 Prozent an dem Konzern mit Sitz in Wiesbaden.

Über ihre gemeinsame Holdinggesellschaft Superlift hatten die Investoren Kion 2006 von Linde übernommen. Sechs Jahre später verkauften sie ein Viertel der Anteile an Weichai. Mitte 2013 war Kion dann für 24 Euro je Aktie an die Börse gebracht worden, im September 2014 stieg die Aktien in den MDax auf.

Vorsitzender des Aufsichtsrat ist derzeit der ehemalige BASF-Vorstand John Feldmann. Weichai hat aber bereits seinen Vorstandschef Tan Xuguang als einfaches Mitglied in das Kontrollgremium geschickt.

soc, dpa-afx

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