Mittwoch, 21. November 2018

Ausstieg aus chinesischem Joint Venture Deutz zieht sich aus China zurück

Deutz: Der Motorenbauer verkauft seinen Anteil an Deutz Dalian Engine an den chinesischen Autobauer FAW

Der angekündigte Ausstieg von Deutz aus einem Gemeinschaftsunternehmen hat am Mittwoch für starke Turbulenzen am Aktienmarkt gesorgt. Auf der Handelsplattform Tradegate zogen die Titel des Motorenbauers zunächst um 5 Prozent an, fielen anschließend jedoch deutlich ins Minus. Zuletzt notierte die Aktie 4 Prozent in der Verlustzone.

Am Dienstagabend hatte Deutz Börsen-Chart zeigen mitgeteilt, seinen hälftigen Anteil am Joint Venture Deutz Dalian Engine an den chinesischen Partner, den Autobauer First Automotive Works (FAW), verkaufen zu wollen.

Aus der Veräußerung sowie damit zusammenhängenden Lizenzerträgen erwartet Deutz im laufenden Jahr einen Erlös von knapp 10 Millionen Euro. Zudem befänden sich Gespräche über neue Kooperationen mit bedeutenden lokalen Partnern aus der Baubranche und dem Agrarbereich in einem fortgeschrittenen Stadium, hieß es.

Die Anleger dürften diesen Schritt begrüßen, kommentierte ein Händler. Er erinnerte daran, dass Deutz im April im Zusammenhang mit dem Gemeinschaftsunternehmen vor Wertberichtigungen gewarnt hatte. Das Gemeinschaftsunternehmen sei seit seiner Gründung vor elf Jahren recht durchwachsen gelaufen und habe die hohen Erwartungen nie erfüllt, ergänzte Commerzbank-Analystin Yasmin Steilen.

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