Montag, 22. Oktober 2018

K+S-Vorstand gegen Verkauf an Potash K+S im Übernahmekampf: Nur bedingt abwehrbereit

Ein Potash-Mitarbeiter inspiziert Kali (englisch: Potash) in enem Lager des Konzerns in Kanada.

Kapitalmarkt und deutsche Politik sind von den Neuigkeiten um den DAX-Konzern K+S gleichermaßen elektrisiert. Der Kapitalmarkt hofft, dass die mögliche Übernahme der K+S AG durch die Potash Corporation of Saskatchewan (Potash) die spannendste (und lukrativste) deutscheÜbernahmetransaktion seit Vodafone/Mannesmann werden könnte. Die Politik verfällt romantischen Überlegungen, wie man die Unabhängigkeit der K + S gegen einen ruchlosen ausländischen Angreifer verteidigen könnte.

Tatsächlich erscheint der Ausgang der Übernahme auf den ersten Blick offen. Es gibt keinen abgebenden Großaktionär oder eine heimlich aufgebaute wesentliche Aktienposition des möglichen Bieters. Auch existiert keine vom Vorstand vorab verhandelte und sodann unterstützte Übernahmevereinbarung, die den Erfolg der Übernahme praktisch vorwegnehmen würde.

Der K+S-Vorstand hat daher vordergründig alle Karten in der Hand - und hat am Donnerstag erst einmal das Angebot Potashs zurückgewiesen. Kann man daher einen heroischen, mit allen rechtlichen und publizistischen Mitteln geführten Abwehrkampf des Vorstandes um die Unabhängigkeit der K+S erwarten? Besteht eine realistische Chance für K+S, ein unabhängiges DAX-Unternehmen (Ablehnungsmitteilung im Original) zu bleiben?

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