Montag, 22. Oktober 2018

Coca-Cola denkt über Hanf-Brause nach Wie Cannabis massenmarkttauglich wurde

Hanf-Pflanze: Cannabis gerät in den Blick der Nahrungsmittel-Hersteller

Nach den großen Brauereien entdecken nun offenbar auch die Limonadehersteller den Reiz von Cannabis. Nach Molson Coors, Corona-Brauer Constellation Brands und dem niederländischen Brauer Heineken trägt sich nun offenbar auch der Getränkeriese Coca-Cola mit Überlegungen,in das Geschäft mit cannabishaltigen Getränken einzusteigen. Und sein Portfolio um die angesagten Nischengetränke zu erweitern.

Laut einem Bericht des kanadischen Finanznachrichtensenders "BNN Bloomberg" spricht Coca-Cola aktuell mit dem drittgrößten kanadischen Cannabishersteller "Aurora Cannabis" über eine mögliche Entwicklung eines Cannabis-Drinks.

Offiziell bestätigt wurden die Gespräche zwar nicht. Aber sowohl Coca-Cola als auch Aurora bestätigten individuell, sich die Entwicklung von mit Cannabis versetzten Getränken genau anzuschauen. Eine Idee, die die Aktie von Aurora beflügelte. Der Kurs des kanadischen Marihuana-Herstellers legte nach Bekanntwerden der Nachricht um 22 Prozent zu. Die Aktien von Aurora, Canopy Growth und anderen Cannabis-Produzenten verzeichnen seit Monaten ohnehin deutliche Zuwächse an der Börse - dort ist Cannabis inzwischen ein Mode-Thema.

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Bild: AFP

Anders als die großen Brauereien, die zum Teil auf THC-haltige Drinks mit leicht berauschender Wirkung setzten, dürfte Coca-Cola allerdings eher an einer massenmarkttauglichen Getränkevariante interessiert sein. Laut Bloomberg womöglich mit dem Marihuana-Wirkstoff Cannabidiol (CBD).

Anders als das "high" machende Tetrahydrocannabinol (THC) werden dem aus den Hanfblüten gewonnenen CBD entzündungshemmende, schmerzlindernde, muskellockernde und Blutzuckersenkende Eigenschaften zugesprochen.

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