Mittwoch, 20. September 2017

Bayer will Monsanto-Deal bis Jahresende abschließen Bayer hebt nach Gewinnsprung Prognose an

Börse 2017: Die besten Dividendenwerte im Dax
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Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer hat im ersten Quartal von einem starken Jahresstart der Kunststoff-Tochter Covestro und einem guten Pharmageschäft profitiert. Der Gewinn kletterte um mehr als ein Drittel. Aktionäre sind erfreut.

Gute Geschäfte mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln haben dem Pharma- und Chemiekonzern Bayer Börsen-Chart zeigen zum Jahresauftakt ein deutliches Gewinnplus beschert. Vor allem Verkaufsschlager wie das Schlaganfallmittel Xarelto ließen bei dem Leverkusener Konzern im ersten Quartal die Kassen klingeln. So erhöhte sich der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) um 15 Prozent auf 3,89 Milliarden Euro, teilte Bayer am Donnerstag mit. Der Umsatz stieg um knapp 12 Prozent auf 13,24 Milliarden Euro.

Aktionäre zeigten sich erfreut von den Zahlen: Das Dax-Schwergewicht Bayer legte am Donnerstag zeitweise um 3,3 Prozent zu und war der mit Abstand beste Wert im deutschen Leitindex.

Vor der Übernahme des Saatgutriesen Monsanto kam das vor allem für Aspirin bekannte Unternehmen auch in seiner eigenen Agrarsparte Cropscience voran. Wegen des deutlichen Umsatz- und Ergebnisschubs bei der Kunststoff-Tochter Covestro erhöhte Bayer die Prognose für 2017. Bayer rechnet bei der geplanten Rekordübernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto weiterhin mit einem Abschluss Ende 2017.

So soll der Bayer-Umsatz 2017 nun auf etwa 51 Milliarden Euro wachsen, nachdem bisher mehr als 49 Milliarden Euro angepeilt worden waren. Das Ebitda vor Sondereinflüssen soll im unteren Zehner-Prozentbereich zulegen, hier hatten sich die Leverkusener bisher lediglich den mittleren einstelligen Prozentbereich zugetraut. Der Kunststoffhersteller Covestro hatte bereits am Dienstag seine Quartalszahlen vorgelegt und nach einem überraschend kräftigen Ergebnisanstieg ebenfalls die Prognose erhöht.

Nettogewinn steigt um knapp 40 Prozent

Bayer verdiente unter dem Strich mit 2,08 Milliarden Euro knapp 38 Prozent mehr. Im Agrargeschäft kam dem Unternehmen vor allem eine positive Umsatzentwicklung in Nordamerika zugute. Insgesamt erhöhten sich die Erlöse der Sparte um 3,2 Prozent auf 3,12 Milliarden Euro, das Ebitda um 2,4 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Der künftigen Tochter Monsanto hatte im ersten Quartal schon eine starke Nachfrage nach Soja- und Maissaat einen Gewinnsprung gebracht. Auch beim US-Chemie-Riesen Dupont, der vor dem Zusammenschluss mit dem heimischen Rivalen Dow Chemical steht, war das Agrargeschäft zuletzt gut gelaufen.

Bei Bayer glänzte vor allem das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten. "Besonders erfolgreich waren wir erneut mit unseren Hauptwachstumsprodukten, die insgesamt um währungsbereinigt 20 Prozent zulegen konnten", erklärte Konzernchef Werner Baumann. Bayer-Aktien legten vorbörslich 1,2 Prozent zu.

Finanzvorstand Johannes Dietsch wird das Unternehmen Ende Mai 2018 auf eigenen Wunsch verlassen, wie Bayer weiter mitteilte. Seine Nachfolge werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

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