Montag, 19. November 2018

Lieferengpässe Bayers Aspirin-Vorrat neigt sich dem Ende zu

Aspirin-Tablette von Bayer: Der Konzern hat Lieferengpässe bei der der flüssigen Variante, die vor allem wichtig für Herzinfarkt-Patienten ist

Der Pharmakonzern Bayer Börsen-Chart zeigen hat erneut Probleme bei der Auslieferung von flüssigem Aspirin etwa für Herzinfarkt-Patienten. "Wir sind eingeschränkt lieferfähig", bestätigte eine Unternehmenssprecherin einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "DER SPIEGEL". Derzeit liefere man Kontingente, also reduzierte Mengen aus.

Ursache seien Qualitätsprobleme und der Ausfall mehrerer Produktionslinien in Frankreich, wo das Medikament in Lohnfertigung hergestellt werde. "Wir nehmen das sehr ernst. Das ist leider ein längerfristiges Problem. Wir sind in Gesprächen - auch über eine Kapazitätserweiterung", sagte die Sprecherin.

Bayer ist in Deutschland der einzige Anbieter der flüssigen Form des Medikaments. Es wird zur Blutverdünnung eingesetzt. Bereits im vergangenen Sommer war es zu Lieferengpässen bei "Aspirin i.v." gekommen. Damals hatte die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin betont, Grund zur Sorge bestehe nicht. Das Medikament könne auch als Tablette verabreicht werden. Diese Methode habe in den allermeisten Fällen keine Nachteile gegenüber einer Injektion.

mg/dpa-afx

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH