Dienstag, 20. November 2018

Monsanto-Übernahme und die Zugeständnisse Grünes Licht für Bayer-BASF-Deal

Im Zuge der Monsanto-Übernahme will Bayer einen Teil seiner Corp-Science-Sparte an BASF verkaufen
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Im Zuge der Monsanto-Übernahme will Bayer einen Teil seiner Corp-Science-Sparte an BASF verkaufen

Die Europäischen Kartellwächter haben den Kauf von Teilen der Crop-Science-Sparte von Bayer durch BASF unter Auflagen genehmigt. Die Bedenken der Kommission, der Deal könnte den Wettbewerb auf dem Markt für einige Herbizide und Saatgutbehandlungen reduzieren, sei durch Zugeständnisse ausgeräumt worden, teilte die Kommission am Montag mit.

Betroffen sind Teile der sogenannten Crop-Science-Sparte von Bayer Börsen-Chart zeigen im Umfang von mehr als sechs Milliarden Euro. Dazu gehört unter anderem das gesamte Saatgut-Geschäft von Bayer "einschließlich der weltweiten Forschung und Entwicklung".

Veräußert werden soll auch eine Reihe von Vermögenswerten im Bereich der Totalherbizide und der digitalen Landwirtschaft. "Da BASF Börsen-Chart zeigen derzeit weder Saatgut noch Totalherbizide vertreibt und erst seit Kurzem in geringem Umfang in der digitalen Landwirtschaft tätig ist, hatte die Kommission für weite Teile der Übernahme keine Wettbewerbsbedenken", erklärte die Kommission zur Begründung. Dort, wo es Bedenken gab, willigte BASF wiederum ein, ein Forschungsprogramm und ein in der Entwicklung befindliches Produkt zu veräußern.

Das gesamte Vorhaben steht im Zusammenhang mit dem geplanten Kauf von Monsanto durch Bayer. Die EU-Kommission hatte dafür im März im Prinzip grünes Licht gegeben, knüpfte die Fusion aber an Bedingungen - nämlich die von Bayer angekündigte Abgabe ganzer Geschäftsteile an den Konkurrenten BASF, um den Wettbewerb zu gewährleisten.

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Durch die Übernahme des US-Konzerns durch den deutschen Chemieriesen soll der weltweit größte Anbieter von Pestiziden und Saatgut entstehen. Der Bayer-Monsanto-Deal ist wegen des entstehenden Superkonzerns umstritten. Monsanto stellt zudem das möglicherweise gesundheitsschädliche Herbizid Glyphosat her.

afp/rtr/dpa-afx/akn

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