Dienstag, 20. November 2018

Umbaukosten und Übernahmen Einkaufstour bei Bayer drückt auf BASF-Gewinn

BASF: Übernahmen von Bayer-Geschäften im Wert von 7,6 Milliarden Euro drücken auf den Gewinn

Hohe Kosten für die Übernahme von Geschäftsteilen des Rivalen Bayer und für den eigenen Konzernumbau haben den Chemieriesen BASF im dritten Quartal belastet. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn sei im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesunken, teilte das Dax-Unternehmen am Freitag in Ludwigshafen mit.

BASF hatte von Bayer bestimmte Pflanzenschutzmittel, verschiedene Saatgut-Arten und Digital-Farming-Aktivitäten für insgesamt 7,6 Milliarden Euro übernommen. Nun fallen hier Integrationskosten an. Zudem wird die Öl- und Gassparte bei BASF aufgrund des geplanten Zusammenschlusses mit der früheren RWE-Sparte Dea nicht mehr voll in die Berechnung der Geschäftszahlen einbezogen.

Im dritten Quartal ging der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 14 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro zurück. In allen verbleibenden Sparten verdiente BASF weniger. Der Umsatz erhöhte sich aufgrund der Übernahme der Bayer-Geschäfte um acht Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Die erst jüngst angepassten Ziele für das Gesamtjahr aufgrund des Dea-Deals bestätigte der Konzern.

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