Montag, 29. August 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Gewinneinbruch beim Chemieriesen Schwache Ölpreise verhageln BASF die Bilanz

Gasförderung durch BASF-Tochter Wintershall in Sibirien: Der Mutterkonzern bekommt die drastisch gesunkenen Ölpreise zu spüren
Justin Jin for Wintershall / DPA
Gasförderung durch BASF-Tochter Wintershall in Sibirien: Der Mutterkonzern bekommt die drastisch gesunkenen Ölpreise zu spüren

Die stark gesunkenen Preise für Öl und Gas verhageln dem Chemiekonzern BASF das Geschäft. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach 2015 infolge von Wertberichtigungen im Öl- und Gasgeschäft um 18 Prozent auf 6,2 (Vorjahr: 7,6) Milliarden Euro ein, teilte BASF am Mittwoch mit. Bereinigt um Sondereinflüsse fiel der Betriebsgewinn um 8 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro.

Die Aktie sank im Frankfurter Frühhandel um mehr als 3 Prozent.

Hauptgrund für die niedrigeren Ergebnisse sei der stark gesunkenen Ölpreis - Anfang 2015 kostete die Nordsee-Ölsorte Brent noch rund 57 Dollar, inzwischen sind es rund 30 Dollar. Der weltgrößte Chemiekonzern besitzt mit Wintershall einen eigenen Öl- und Gasförderer. Zudem setzt der Ölpreiseinbruch dem Ludwigshafener Konzern im Petrochemie-Segment zu. BASF geht davon aus, dass die Preise auch im laufenden Jahr auf einem niedrigen Niveau bleiben. Auch für die Folgejahre wurden die Annahmen gesenkt, der Konzern nahm daher Wertberichtigungen im Segment Oil & Gas in Höhe von rund 600 Millionen Euro vor.

Umsatz fiel in 2015 um 5 Prozent

Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf 70,4 Milliarden Euro. Den Rückgang führte BASF vor allem auf die Abtrennung des Gashandels- und Speichergeschäfts zurück, das an den russischen Gasriesen Gazprom geht. Im Gegenzug erhielten die Ludwigshafener mehr Anteile an großen Erdgasfeldern in Sibirien.

BASF hatte Ende Oktober seine Prognose wegen des stark gefallenen Ölpreises und einem schwachen Geschäft in wichtigen Schwellenländern gesenkt. Die verringerte Prognose eines "leichten" Rückgangs von Umsatz und bereinigten Betriebsgewinns sieht der Konzern als erfüllt an.

rei/Reuters

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH