Sonntag, 24. März 2019

Gewinnwarnung BASF warnt vor Gewinneinbruch, Aktie stürzt auf 30-Monats-Tief

Der Chemiekonzern BASF Börsen-Chart zeigen hat seine Jahresprognose gesenkt. Der Gewinn vor Zinsen, und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen werde 2018 um 15 bis 20 Prozent sinken, teilte der Dax-Konzern am Freitag nach Börsenschluss in Ludwigshafen mit. Bislang hatte BASF einen Rückgang von bis zu 10 Prozent im Vergleich zu den im Vorjahr erzielten 7,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Nach der weiteren Gewinnwarnung haben viele Anleger am Montagmorgen die Reißleine bei BASF Börsen-Chart zeigen gezogen. Die Aktien des Chemieriesen fielen am Montag um bis zu 5,5 Prozent auf 57,35 Euro, der tiefste Stand seit drei Jahren. BASF waren damit größter Verlierer im Dax gefolgt vom Kunststoffhersteller Covestro, der ebenfalls kürzlich sein Ergebnisziel für dieses Jahr gesenkt hatte.

"Die Gewinnwarnung ist keine große Überraschung", urteilte Analyst Peter Spengler von der DZ Bank. Nur das Ausmaß sei überraschend. Die Gründe dafür hätten bereits Covestro zu schaffen gemacht. Beide Unternehmen leiden unter dem seit Monaten niedrigen Wasserstand des Rheins, der bei BASF und Covestro zu Produktionsausfällen und höheren Logistikkosten führte.

Vor allem die Sparte Chemicals habe BASF zufolge Schwierigkeiten. So werde der Konzern im Schlussquartal eine Ergebnisbelastung von voraussichtlich bis zu 200 Millionen Euro wegen des niedrigen Rheinpegels und der daraus folgenden Produktionseinschränkungen verbuchen. Daneben schwächte sich das BASF-Geschäft mit der Autoindustrie seit dem dritten Quartal weiter ab, insbesondere die Nachfrage von Kunden in China verlangsamte sich deutlich, wie der Konzern erklärte. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China habe zu dieser Verlangsamung beigetragen. Außerdem seien die Isocyanatpreise stärker gesunken und die sogenannten Crackermargen geringer als erwartet.

Beim Ebit der BASF-Gruppe erwartet das Unternehmen weiterhin einen deutlichen Rückgang und beim Umsatz unverändert einen leichten Anstieg von bis zu 5 Prozent. Die Zahlen für 2018 will BASF wie geplant am 26. Februar vorlegen.

la/dpa

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