Freitag, 29. Juli 2016

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Chemiekonzern verkauft Industrielacke Megadeals der Konkurrenz? BASF antwortet mit Mickey-Mouse-Deal

Bunter Lack: BASF verkauft sein Geschäft mit Industrielacken an AkzoNobel

Der Chemieriese BASF verkauft sein Geschäft mit Industrielacken für 475 Millionen Euro an AkzoNobel. Mit dem niederländischen Chemiekonzern habe man sich grundsätzlich geeinigt, teilte BASF Börsen-Chart zeigen am Mittwoch mit.

Der Verkauf zog sich vergleichsweise lange hin: Bereits Mitte September hatten Interessenten grobe Angebote unterbreiten müssen, wie manager-magazin.de exklusiv berichtet hatte. Der Konzern hatte damals einen Kommentar abgelehnt und in der Folge auch intern nicht über seine Ziele mit dem Geschäft breit kommuniziert.

Das Geschäft beinhalte Technologien, Patente und Marken sowie den Transfer von zwei zugehörigen Produktionsstätten, von denen sich eine im englischen Deeside und eine im südafrikanischen Vanderbijlpark befindet.

Entsprechende Transaktionsdokumente sollen zu gegebener Zeit unterzeichnet werden. Bis Ende 2016 solle der Deal dann abgeschlossen sein. Das Geschäft der BASF mit Industrielacken setzte 2015 rund 300 Millionen Euro um. BASF werde sich künftig stärker auf das Kerngeschäft mit Autoserien- und Autoreparaturlacken fokussieren.

Der Umfang des Einzelgeschäfts selbst ist angesichts des gesamten BASF-Umsatzes von zuletzt 74 Mrd. Euro zwar gering. BASF unterzieht derzeit allerdings - wie die gesamte Chemie-Branche - das Portfolio einer Prüfung. Das aktuelle Ergebnis nimmt sich angesichts der Branchendynamik allerdings sehr klein aus, schließlich wälzen gerade milliardenschwere Megadeals die Branche um: ChemChina will Syngenta Börsen-Chart zeigen übernehmen, DuPont mit Dow Chemical Börsen-Chart zeigen fusionieren.

rei/soc/reuters

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