Samstag, 27. August 2016

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Auch Großbritannien plant jetzt Zuckersteuer  Warum Coca-Cola & Co. in den Kampfmodus schalten

Coca Cola, Pepsi & Co: Wie ungesund Softdrinks wirklich sind
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DPA

Es ist lange darüber diskutiert worden, kam letztlich dann aber doch überraschend. Das von Übergewicht geplagte Großbritannien führt eine Steuer auf zuckerhaltige Limonaden ein. Ab April 2018 soll für Getränke, die mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten, ein Steueraufschlag fällig werden. Für Limonaden mit mehr als acht Gramm soll noch eine weitere, teurere Steuerstufe angedacht sein. Aktuell sind für die beiden Steuerstufen laut BBC Aufschläge von 18 beziehungsweise 24 Pence (umgerechnet rund 30 Euro-Cent) angedacht. Erhoben werden soll die Steuer vom Hersteller. In England soll das Geld in den Ausbau von Sportangeboten in Grundschulen gesteckt werden.

Fruchtsäfte und Milchgetränke sollen von der Steuer ausgenommen sein.

Die Steuer soll erst 2018 greifen. Ob sie dann tatsächlich kommt oder Coca Cola & Co sie noch verhindern können, wird sich erweisen. Das Beispiel Großbritannien zeigt gleichwohl schon jetzt einen Trend auf: Eine Entwicklung hin zu Gesetzen, mit denen gesundheitsschädigendes Verhalten gezielt verteuert wird. Oder im Falle der Zigarettenindustrie zudem drastisch vor deren Folgen gewarnt wird.

Dabei ist Großbritannien nicht das erste Land, das seine Bevölkerung mit einer Steuer zu weniger gesundheitsschädlichem Verhalten zu erziehen zu versucht.

Auch anderer Länder haben, mit mehr oder weniger Erfolg und Durchhaltevermögen, bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt.

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