Sonntag, 16. Dezember 2018

Rund 5000 Jobs bedroht Allianz vor deutlichem Stellenabbau in Deutschland

Allianz in München: Stellenabbau ohne offizielles Sparprogramm

Die Allianz plant in Deutschland einen radikalen Stellenabbau. Mindestens 5000 der derzeit 29.000 Arbeitsplätze im Heimatland, das sind knapp 20 Prozent der Belegschaft, sollen in den kommenden Jahren wegfallen. Dies erfuhr manager magazin aus Unternehmenskreisen und berichtet darüber in seiner am Freitag (22. Juni) erscheinenden Ausgabe.

Grund für den Abbau sind offenbar die vergleichsweise hohen Kosten im Sachversicherungsgeschäft. Der im vergangenen Herbst von Konzernchef Oliver Bäte installierte Deutschland-Chef Klaus Peter Röhler soll die Stellenkürzungen mit freiwilligen Vereinbarungen und ohne offizielles Restrukturierungsprogramm durchsetzen müssen.

Soll die Kürzungen durchsetzen: Klaus-Peter Röhler

Ein Sprecher der Allianz Börsen-Chart zeigen bezeichnete die Zahlen als "Gerücht". Er legte Wert auf die Feststellung, "dass es für die Allianz Deutschland keine Programme mit zu erreichenden vorgegebenen Zielgrößen" gibt.

Gleichwohl stemmen sich die Betriebsräte gegen das Vorhaben. Sie verweisen darauf, dass es sowohl in der Schadensbearbeitung des Sach- als auch des Krankenversicherers noch erhebliche Rückstände gebe. Solange die nicht abgearbeitet sind und solange die IT-technischen Voraussetzungen nicht geschaffen seien, um ähnliche Rückstände künftig zu verhindern, wollen die Arbeitnehmervertreter nicht über einen weitgehenden Stellenabbau verhandeln.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Juli-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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