Montag, 19. November 2018

Zehn-Milliarden-Deal Carlyle und Co kaufen Spezialchemie von Akzo Nobel

Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel will sich künftig auf Lacke und Farben konzentrieren

Akzo Nobel hat einen Käufer für sein Spezialchemiegeschäft gefunden. Die Sparte, die in der Transaktion mit 10,1 Milliarden Euro bewertet wird, geht an die Finanzinvestoren Carlyle und GIC.

Der Finanzinvestor Carlyle hat sich im Bieterrennen um das Spezialchemiegeschäft von Akzo Nobel durchgesetzt. Zusammen mit dem Investor GIC aus Singapur zahlt Carlyle 10,1 Milliarden Euro für die Sparte, wie Akzo Nobel am Dienstag mitteilte.

Das Geschäft solle vor Jahresende abgeschlossen werden. Die Einnahmen würden zum größten Teil an die Aktionäre ausgeschüttet. Es ist eine der größten Private-Equity-Transaktionen der vergangenen Jahre in Europa.

Um die Sparte hatten auch ein Konsortium um den Finanzinvestor Apollo, der niederländische Investor Hal Investments sowie ein Bündnis aus den Finanzinvestoren Advent und Bain gebuhlt. Der Chemiekonzern Lanxess war Insidern zufolge aus dem Apollo-Konsortium ausgestiegen.

Akzo hatte sich Ende November von seinen Aktionären die Genehmigung zur Abspaltung der Spezialchemie geholt. Der niederländische Konzern will sich künftig auf Farben und Lacke konzentrieren.

Der Verkauf war Teil des Abwehrkampfs gegen die Komplettübernahme von Akzo durch den US-Konzern PPG. Mit dem Hedgefonds Elliott gibt es einen Burgfrieden. Der vom aktivistischen Investor Paul Singer geleitete Hedgefonds wollte eigentlich, dass Akzo durch PPG Industries übernommen wird. Dagegen hatte sich Akzo erfolgreich gewehrt.

rei/Reuters/dpa

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