Donnerstag, 15. November 2018

36 Flieger bestellt Emirates rettet den A380

A380: Nun muss die Produktion des Riesenfliegers doch noch nicht eingestellt werden

Die Zukunft des größten Passagierflugzeugs der Welt, des Airbus A380, ist gesichert: Die Fluggesellschaft Emirates hat insgesamt 36 der doppelstöckigen Maschinen beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern geordert, wie Emirates am Donnerstag in Dubai mitteilte.

Es handelt sich demnach um 20 feste Bestellungen und 16 Optionen. Der Wert der neuen Order nach Listenpreisen liegt bei 16 Milliarden US-Dollar, wobei satte Rabatte üblich sind. Die Airbus-Aktien legten mehr als 2 Prozent zu und notierten nahe ihrem Rekordhoch

Angesichts einer zwischenzeitlich sehr verhaltenen Nachfrage nach dem riesigen Flugzeug bedeutet der Auftrag faktisch die Rettung für das Modell, über dessen Produktionsstopp seit Monaten öffentlich spekuliert wird. Airbus Börsen-Chart zeigen zeigte sich nun überzeugt, dass der A380 bis "weit ins übernächste Jahrzehnt" gebaut wird.

Erst vor drei Tagen hatte Verkaufschef John Leahy in einer Telefonkonferenz von einem zwangsläufigen Ende der A380-Produktion gesprochen, falls Großkundin Emirates keine neuen Maschinen bestellt.

Im vergangenen Jahr hatte Airbus zwar 15 Maschinen des A380 ausgeliefert, verbuchte aber keine einzige Bestellung und kassierte obendrein zwei Stornierungen. Das A380-Auftragsbuch schrumpfte auf nur noch 95 Flugzeuge. Emirates wollte eigentlich schon im November 36 Maschinen ordern, unterzeichnete aber den Vertrag überraschend nicht. Die Araber forderten Garantien, dass der A380 noch mindestens für ein Jahrzehnt weiterproduziert wird.

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH